Digitale Services ausbauen, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen und die Verwaltung für die digitale Transformation weiter befähigen: Der Stadtrat hat den Fokus 2026–2029 der Digitalstrategie der Stadt Uster verabschiedet.
Unter der bestehenden Vision «Uster digitalisiert smart» führt Uster seine digitale Transformation in den kommenden vier Jahren konsequent weiter. Der neue Fokus baut auf den Grundlagen der vergangenen Strategieperiode auf. Dazu gehören insbesondere das interkommunale eService-Portal Amtomat, erste vollständig digitale Verwaltungsleistungen, Erfahrungen mit digitaler Partizipation sowie neue Ansätze zur Förderung von Innovation innerhalb der Verwaltung.
Künstliche Intelligenz als neues Schwerpunktthema
Im Zentrum des Fokus 2026–2029 steht der verantwortungsvolle und wirkungsorientierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI soll dabei nicht als Selbstzweck eingesetzt werden, sondern dort, wo ein konkreter Mehrwert entsteht.
Mögliche Einsatzfelder sind beispielsweise die bessere Auffindbarkeit und Verständlichkeit von Informationen, die Unterstützung von Mitarbeitenden bei administrativen Tätigkeiten oder die Weiterentwicklung digitaler Services. Die Stadt Uster will schrittweise Erfahrungen mit konkreten Anwendungen sammeln und erfolgreiche Lösungen dort in den Verwaltungsalltag überführen, wo sie einen nachweisbaren Nutzen schaffen. Datenschutz, Informationssicherheit und Nachvollziehbarkeit bilden dabei wichtige Rahmenbedingungen.
Vier Schwerpunkte bis 2029
Der neue Fokus verbindet vier Themenfelder:
- Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einsetzen: Kompetenzen aufbauen, konkrete Anwendungsfälle erproben und geeignete Lösungen schrittweise etablieren.
- Digitale Services weiterentwickeln: Amtomat bleibt das zentrale Instrument für den Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen und des städtischen Servicekatalogs.
- Digitale Zugänge konsolidieren: uster.ch, Servicekatalog, Amtomat und weitere digitale Angebote sollen aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer besser zusammenspielen und verständlicher, zugänglicher und serviceorientierter werden.
- Organisation und Umsetzungskraft stärken: Kompetenzen, Rollen und Zusammenarbeit sollen so weiterentwickelt werden, dass digitale Ideen einfacher geprüft und umgesetzt werden können.
Von der Projektliste zum flexiblen strategischen Rahmen
Der Fokus 2026–2029 definiert bewusst keine abschliessende Liste von Projekten. Technologische Entwicklungen, neue gesetzliche Anforderungen und Bedürfnisse von Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung verändern sich laufend.
Stattdessen legt die Digitalstrategie die Ziele und die strategische Richtung fest. Neue Vorhaben können im Verlauf der nächsten Jahre aufgenommen werden, wenn sie einen erkennbaren Beitrag zur Zielerreichung leisten. Damit bleibt die Strategie verbindlich in ihrer Ausrichtung und gleichzeitig flexibel in der konkreten Umsetzung.
Auch die bestehenden Leitsätze der Digitalstrategie wurden punktuell weiterentwickelt. Stärker gewichtet werden unter anderem die Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungen und Partnern, die Wiederverwendung gemeinsam entwickelter Lösungen, offene Schnittstellen sowie zugängliche und ressourcenschonende digitale Dienstleistungen.
Bis Ende 2029 sollen digitale Dienstleistungen breiter verfügbar und einfacher nutzbar sein, praktische Erfahrungen mit KI in verschiedenen Verwaltungsbereichen vorliegen und die organisatorischen Voraussetzungen für die digitale Transformation weiter gestärkt werden.
Weitere Informationen:
Digitalstrategie Uster – Fokus 29